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Die 50er Jahre: Anpassung Wohungen an neuzeitliche Ansprüche

Auf den Zweiten Weltkrieg folgt der Kalte Krieg. Dramatische Ereignisse wie die Suezkanal-Krise und der Unabhängigkeitskampf der ungarischen Bevölkerung sind nur zwei Beispiele für die unruhige weltpolitische Lage in diesem Jahrzehnt. Dennoch verzeichnen viele Länder Hochkonjunktur und weitgehende Vollbeschäftigung. Insbesondere im Baugewerbe steigt die Nachfrage nach Facharbeitern stetig an, was 1956 in der Schweiz zur Beschäftigung von über 326000 ausländischen Arbeitskräften führt. Die rege Wohnbautätigkeit zieht jedoch keine spürbare Erhöhung des Leerwohnungsbestandes nach sich.

 

Der prekäre Mangel an Wohnungen mit tragbaren Mietzinsen bleibt in der Stadt Zürich in den fünfziger Jahren als markantes soziales Problem bestehen. Die Baugenossenschaft von Staats-, Stadt- und Privatangestellten von Zürich sieht sich seit Beginn des Jahrzehnts mehr denn je vor die Aufgabe gestellt, ihre Wohnungen schrittweise den neuzeitlichen Ansprüchen anzupassen. Für die Instandhaltung und Renovation der zum Teil 25jährigen und älteren Häuser werden beträchtliche Mittel aufgewendet. So sind zum Beispiel ab September 1955 sämtliche Wohnkolonien mit Zentralheizungen ausgerüstet und die Kolonie Hard erhält 1956 eine neue Spielplatzanlage. In der Wohnkolonie Buchegg müssen bereits 7 Jahre nach deren Erstellung im Jahre 1945, als Folge mangelhafter Materialen aus Kriegszeiten – die Jalousien und Balkonverschalungen neu gestrichen werden.

 

Dank der laufend durchgeführten Erneuerungs- und Instandhaltungs-Arbeiten in vergangenen Jahren halten sich die Aufwendungen jedoch in einem vernünftigen Rahmen und können planmässig verteilt werden. Die Baugenossenschaft erfreut sich am Ende des Jahrzehnts weiterhin einer gesunden und soliden Entwicklung.

 

«Damit werden unsere sämtlichen Liegenschaften, bestehend aus 571 Wohnungen, 7 Ladenlokalen, 2 Kindergärten und 27 Garagen, Magazinen und Werkstätten, die Zentralheizung besitzen, welche die Ofenheizung in den älteren Mietobjekten in den laufenden Jahren Schritt für Schritt verdrängte.»

Baugenossenschaft von Staats-, Stadt- und Privatangestellten von Zürich, Geschäftsbericht und Jahresrechnung 1954, Im Namen des Vorstandes: H. Rusterholz und V. Lüscher

 

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Freitag 25. Mai 2018
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