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Die 80er Jahre: vernünftige Finanzpolitik hält Ausgaben im Rahmen

Der Zerfall des Kommunismus in Osteuropa prägt die achtziger Jahre. Am 4. Juni 1989 bestürzen die erschütternden Bilder des Massakers auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking weltweit die Fernsehzuschauer. Im November desselben Jahres bewegt der Fall der Berliner Mauer die Weltöffentlichkeit. Die Schweiz hat sich mit der Affäre Kopp, dem Fichendebakel und der Armeeabschaffungsinitiative auseinanderzusetzen. Die Wirtschaft in der Schweiz verzeichnet während des ganzen Jahrzehnts, mit Ausnahme der Jahre 1982 und 1983, ein stetiges Wachstum, was hauptsächlich einer zunehmenden Investitionstätigkeit und einem steigenden privaten Konsum zuzuschreiben ist.

 

Der einsetzende Bauboom erstreckt sich grossenteils auf den Industrie- und Gewerbebau und vermag die Wohnungsnot in der Stadt Zürich, trotz zeitweise steigendem Leerwohnungsbestand, nicht zu beseitigen. Viele unverheiratete Paare und Jugendliche beanspruchen immer mehr Wohnraum. Dennoch ist es für die Baugenossenschaft oft schwierig, Wohnungen an weniger günstigen Lagen zu vermieten, was hauptsächlich mit den gestiegenen Ansprüchen bezüglich Komfort zu begründen ist. Umso mehr gilt es, die vorhandene Wohnsubstanz nicht nur zu erhalten, sondern auch zu modernisieren, um die gute Vermietbarkeit der Wohnungen längerfristig zu sichern.

 

Das fortlaufende Renovierungs- und Sanierungsprogramm der Baugenossenschaft, die Teuerung und die ständig steigenden öffentlichen Abgaben belasten die Rechnung zusehends. Nur eine vernünftige Finanzpolitik kann die Aufwendungen in einem tragbaren Rahmen halten. Dies gelingt der Baugenossenschaft beispielsweise durch Festzinshypotheken, dauernde Nichtverzinsung des Anteilscheinkapitals und die Ausgabe von zinsgünstigen BGL-Schuldscheinen.

 

«Dass die Ansprüche bezüglich Komfort und Wohnungsgrösse hoch sind, ist eine Tatsache, die bereits seit mehreren Jahren festgestellt werden kann. So lassen sich 2-Zimmerwohnungen in der Regel nur noch an Einzelpersonen vermieten, während Ehepaare mindestens eine 3-Zimmerwohnung wünschen. Zudem spielen Quartier, Lage und Verkehrslärm eine wesentliche Rolle.»

Baugenossenschaft Letten, Geschäftsbericht und Jahresrechnung 1984,
Der Vorstand

 

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Freitag 25. Mai 2018
Freitag 03. Mai 2019
   

 

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